Wanderjahr 2017

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Sie wandern über alle sieben Hügel, begehen geheimnisvolle Pfade und erleben (be-)rauschende Naturspektakel. Unsere CP Wandergruppe berichtet, was sie 2017 bewegt hat.

 

Die 7 Hügel von Zürich
Die sieben Hügel von Rom! Alles klar! Die sind jedermann ein Begriff! Doch sieben Hügel von Zürich? Nie gehört! Sie wurden vor ca. 20‘000 Jahren vom Linthgletscher gebildet. Diese sind: Entlisberg, Friedhof Manegg, Muggenbühl, Rietberg (-Museum), Kirche Enge, (Kantonsschule) Freudenberg und ‚Bollwerk Katz‘.

Am 3. März lernten auch wir sie kennen, das heisst, wir erwanderten deren vier.
Mit der SZU fuhren wir nach Adliswil, wo uns gleich zu Wanderbeginn der Entlisberg (Hügel Nr. 1) mit einem scharfen Aufstieg erwartete. Weiter ging es durch den Wald, Richtung Zürich, streckenweise flankiert von einer Finnenbahn, die unsere Geschicklichkeit auf die Probe stellte. Nach dem Entlisberg führte der Weg, bei zunehmender ‚Entwölkung‘ durch Wollishofen, den Friedhof Manegg (Hügel Nr. 2), anschliessend zum Muggenbühl (Hügel Nr. 3), wo der Autor dieses Berichts die Exkursion gerne auf kulinarischem Gipfel beendet hätte.

Die Mehrzahl der Wanderinnen strebte jedoch nach dem Rietberg (Hügel Nr. 4). Vor der geschichtsträchtigen ehemaligen ‚Villa Wesendonk‘, heute schlicht Rietberg Museum genannt, lockte unübersehbar die ‚Osiris-Ausstellung‘. Diese kulturelle Erbauung musste jedoch, zu Gunsten physischer Restauration, auf ein andermal verschoben werden, knurrte mittlerweile allen gehörig der Magen. In einer nahe gelegenen Pizzeria konnte diesem Manko Abhilfe verschafft werden.

 

Von Feen und Seerosen
Ausgangspunkt unserer Pfingst-Wanderung vom 9. Juni war das Seleger-Moor. Dort wurde von einem gewissen Robert Seleger, ab 1953 ein wundervoller Park mit schönen Wegen, als auch geheimnisvollen Pfaden angelegt. Auf einer Strecke von ca. drei Kilometer gibt es bekannte und unbekannte Pflanzen, aber auch einen grossen Seerosenteich zu bewundern.

Das ist der Wandergruppe ‚harter Kern‘ (auf der Aufnahme fehlt Harald Friedrich)

Nachdem wir das Seleger-Moor kreuz und quer erkundet hatten, wanderten wir der Landstrasse entlang, nach Hausen am Albis, wo wir im dortigen Gasthaus, bei angeregter Unterhaltung, das Mittagessen einnahmen.

 

Kein Reinfall

Welch ein Kontrast!! Nach dem üppigen Pflanzenpark, stand am 4. August ein schäumendes, tosendes Naturspektakel auf dem Programm. Richtig!! Heute war der Rheinfall angesagt.

Von der Bahnstation ‚Neuhausen Rheinfall‘ fuhren wir mit zwei Lifts hinunter zur Parkanlage mit ihren Flanier-Serpentinen, die dem Besucher den Wasserfall in den richtigen Blick rücken. Mit einem Schiff fuhren wir, nahe vorbei an spritzender Gischt, zum gegenüber liegenden Rheinufer.

Auf streckenweise recht hügeligem Wanderweg (der auch bei Velofahrern recht beliebt zu sein scheint), wanderten wir nach Flurlingen, überquerten (oder präziser ausgedrückt: ‚überbrückten‘) dort den Rhein, um nun wieder zum Rheinfall zurück zu wandern.

Bei einem kleinen Imbiss konnten wir uns regenerieren und kehrten anschliessend, geprägt von diesen äusserst imposanten Eindrücken, mit der S-Bahn nach Zürich zurück.

 

Rehe und Wölfe
Die letzte Wanderung dieses Jahres, unternahmen wir am 3. November, bei schönem Wetter, im Tierpark Langenberg. Dort war wiederum eine recht unebene Topographie anzutreffen.

Doch wurde man belohnt mit dem Anblick von Steinböcken, Wölfen, Rehen und Wildschweinen. Kaum vorstellbar, würde man im Walde mit einer solchen Wildschweinrotte den Weg kreuzen.

 

Dank

Das waren in Kürze Eindrücke vom CP-Wanderjahr 2017. Es wäre noch manches erwähnenswert, nebst körperlicher Ertüchtigung oder den Freundschaften, die sich in dieser Zeit gebildet haben.
Doch gilt an dieser Stelle unser Dank vor allem Ruth Hänggi und Harald Friedrich, welche sämtliche Routen planen und rekognoszieren, um unseren Möglichkeiten auf alle Weise gerecht zu werden.
Und ‚last but not least‘ sei den unbekannten Sponsoren aufs herzlichste gedankt, ohne deren grosszügiger Beitrag die Wanderungen in dieser Form nicht möglich wären.

Georges Theiler

 

Aus Sicht der Begleitperson

Die CP-Wandergruppe war 2017 wieder mit viel Freude und Unternehmungslust auf Reisen, über die sieben Hügel, davon deren vier in Zürich, ein anderes Mal an den Ufern von Vater Rhein.

Die Stimmung in der Gruppe ist anhaltend gut. Sehr förderlich war auch, dass wir gemeinsam der Einladung eines Gruppenmitgliedes zum Mittagessen folgen durften.

Im Wesentlichen geht es ja nach wie vor darum, den Behinderungen nicht nur zu trotzen, sondern dass wir uns an die Belastungsgrenzen jedes Gruppenmitgliedes heranwagen. Natürlich sind diese Grenzen sehr unterschiedlich. Dem versuchen wir gerecht zu werden mit dem Erfolg, dass jedes Mitglied erfahren kann, dass die Bewegungsfähigkeit meistens über den eigenen Erwartungen liegt.

Jedenfalls bin ich stolz auf diese Wandergruppe und freue mich auf die weiteren Aktivitäten!

Ruth Hänggi Schickli

 

Kontaktperson CP-Wandergruppe

Christine Rudin, Telefon 044 364 05 17, christine.rudin@bluewin.ch